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BAUTRÄGERWETTBEWERB HENNEBERGGASSE

Ort // Wien

Auslober // Wohnfonds_ wien

Programm // Errichtung von geförderten Wohnbauten

Nutzfläche // 4.417 m²

Beitrag // Bauträgerwettbewerb

Kooperation // Janusch (Visualisierungen); YEWO LANDSCAPES e.U. (Landschaftsarchitektur)

 

Bauplatz und Städtebau

 

Auf dem Grundstück der ehemaligen Fleischerschule im dritten Wiener Gemeindebezirk entsteht als letztes Baufeld einer weitläufig angelegten Wohnbebauung ein Wohnhaus, das im Osten an einen großzügigen Grünraum, im Norden an die „Stadtwildnis“ grenzt und im Westen zur Henneberggasse Bürogebäuden des Mediaquarter Marx gegenübersteht. Die angrenzenden Grünflächen werden durch den neuen Grünbereich auf dem Grundstück erweitert und münden, abgesetzt über eine Sitztreppe, in der Viehmarktgasse neben einem neuen Gastronomiebetrieb. Von der Viehmarktgasse rückt das neue Gebäude ab, und es entsteht ein Vorplatz, der durch die neue Filiale der „Swing Kitchen – Vegane Burger“ belebt wird und den Blick durch das Stiertor in Richtung Marx-Halle freigibt. Im Osten entsteht als Erweiterung des Parks der angrenzenden Wohnbebauung ein Grünstreifen, der sich in Eigengärten und halböffentliche Parklandschaft für die neuen Bewohner gliedert.

 

Soziale Nachhaltigkeit– 1.SÄULE

 

Die Gestaltung eines heterogenen Gebäudes und unterschiedlicher Wohnungstypen begegnet den unterschiedlichsten Bedürfnissen der Bewohner:

Über 3 Stiegen werden 3-5 Spänner erschlossen, die im 1.OG ebenerdig hin zum Grünraum Gemeinschaftsflächen im Freien und auch im Inneren anbieten. Wintergärten mit vorgelagerten Urban Gardening Zonen und angrenzenden Sitzbereichen laden Eltern zum gemeinschaftlichen Verweilen ein, während ihre Kinder in Sicht- und Rufweite im Park spielen.
In der Eckzone liegt der durchgesteckte
Gemeinschaftsraum, angrenzend an Indoorspielfläche mit Kletterwand an einem Luftraum, der sich bis zur gemeinschaftlichen Dachterrasse erstreckt. Diese ist als Dachgarten mit einer Pergolakonstruktion in Verbindung mit einer Fotovoltaikanlage konzipiert, die Beschattung und Strom für die Stiegenhäuser spendet.

Sämtliche Grundrisse sind kompakt gehalten und verfügen über die der Größe entsprechenden Stauräume. Jedes Haus ist im Sinne einer sozialen Nachhaltigkeit von SMART-Wohnungen durchsetzt. Das gut strukturierte Freiraumkonzept mit zahlreichen Begegnungsflächen, punktuellen Kletter- und Spielmöglichkeiten, die Sitztreppe, die den öffentlichen Raum von dem hauseigenen Freiraum trennt und die Gemeinschaftszonen, die Innen und Außen verschmelzen lassen (Dachgarten über den großzügigen Luftraum mit Kletterwand und Indoorspielplatz wieder mit den allgemeinen Freiflächen im Garten und dem angrenzenden Gemeinschaftsraum innen verbunden) bieten zahlreiche Möglichkeiten des gemeinschaftlichen Plauderns und Zusammensitzens und sichern so ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner und eine lebendige Nachbarschaft. Als künstlerische Interventionen ist an der Wand neben der Sitztreppe im Freien ein Gemälde der Wiener Künstlerin „Frau Isa“ und hinter dem teilverglasten Gang im Erdgeschoss der Henneberggasse Graffitikunst geplant.

 

Ökologie – 2.SÄULE

 

Um dem immer wichtigeren Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wird dieses Projekt als Holz-Hybrid ausgeführt. Nur die statisch und schallschutzbedingt erforderlichen Bauelemente werden in Massivbauweise errichtet. Sämtliche Ausfachungen dazwischen und auch die Decken innerhalb derselben Wohneinheiten (Maisonetten im DG) sind in Holzriegelbauweise um den ökologischen Baustoff Holz so viel wie möglich zu verwenden. Hohe Energieeffizienz, extensiv begrünte Flachdächer und der Baumbestand tragen zu einem guten Mikroklima zusätzlich bei.

Die lichtdurchfluteten Räume, größtenteils durchgesteckte Wohneinheiten und das Leben im Grünen schaffen ein gesundes und umweltbewusstes Wohnumfeld.

Der Dachgarten wird nach dem Vorbild des PV-Dachgartens der BOKU Wien errichtet. Photovoltaikelemente auf einer Pergolakonstruktion sorgen für Schatten und speisen die Stiegenhausbeleuchtung des Gebäudes. Gleichzeitig speichert die Gartenlandschaft auf dem Dach Wasser, zusätzlich zur Extensivbegrünung auf den übrigen Flachdachbereichen. Außerdem ist im Dachgartenbereich geplant, Bienenstöcke durch das Projekt „Stadtbiene“ zu verorten und betreuen zu lassen.
Eine nachhaltige
Fassadenbegrünung Richtung Osten und Richtung Viehmarktgasse, die über die vorgelagerte Balkonkonstruktion mit seitlich an jedem Balkon angeordneten Pflanztrögen und Rankhilfen zwischen den Balkonen, sorgt für ein ausgewogenes Mikroklima und Privatsphäre auf den Freiflächen.

 

Ökonomie – 3.SÄULE

 

Die Planung eines kompakten, einfachen Baukörpers ohne auskragende Decken und Erker und ein gutes Verhältnis der BGF zur Nutzfläche tragen zu einer größtmöglichen Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens bei.

Der Verzicht auf eine Tiefgarage in einem Untergeschoß ist ein weiteres notwendiges Kriterium der Kostenreduktion. Betriebskosten werden durch die Photovoltaikanlage auf dem Dachgarten reduziert.

 

Architektur – 4.SÄULE

 

Die Architektur wurde als L-förmiger Baukörper konzipiert, der von den Nachbargrundstücken abrückt und im Bereich der Viehmarktgasse zurückspringt, um einen Vorplatz vor den Sitzstufen und dem Lokal zu schaffen und in einer Holz Hybridbauweise konzipiert. Die Erschließung der unterschiedlichen Wohnungstypen erfolgt über 3 Treppenhäuser, die natürlich belüftet und belichtet von der Henneberggasse und von der Garage her barrierefrei zugänglich sind. Über eine Pufferzone im 1.OG jedes Stiegenhauses, wo sich Allgemeinflächen innen (z.B. Wintergärten, Gemeinschaftsraum, Indoorspielfläche) zu gemeinschaftlichen Freiräumen draußen orientieren, verbinden die Treppenhäuser an der Straßenseite, zurückgesetzt von diesen Gemeinschaftszonen, die privaten Wohnbereiche. SMART-Wohnungen sind gleichmäßig über alle Geschoße verteilt, die DG-Wohnungen bestehen aus durchgesteckten Maisonetten und nur hofseitig orientierten Wohnungen mit großzügigen Dachterrassen.

 

Die Fassadengestaltung wurde so gewählt, dass überall, wo private Freiflächen entstehen (Balkone, Terrassen, Loggien) eine Holzfassade gewählt wurde. Holz heizt sich im Sommer nicht auf und bietet auch bei kühlerem Wetter das subjektive Gefühl von Wärme. Vor diese Holzfassaden wurde in Form eines „Regalsystems“ eine Balkonkonstruktion gestellt. Auf jedem Balkon steht seitlich ein großer Pflanztrog, in dem auch kleinere Bäumchen und Sträucher Platz finden. Über die Stützen und zusätzliche Rankhilfen entstehen zwischen den Balkonen benachbarter Bewohner grüne Vorhänge, die für Privatsphäre und Schatten im Sommer sorgen.

 

Die Ansicht zur Henneberggasse, der das Mediacenter Marx gegenübersteht, wird in einer Blechfassade gehalten, die in einem „Guss“ über die Steildachflächen gezogen wird und ein schlichtes Erscheinungsbild als Gegenüber zum Bürogebäude bietet. Die Dachfläche der 60m langen Front ist gegliedert in ein- und zweigeschossige Dachzonen. Sämtliche eingeschnittenen Freiflächen wie Loggien und Dachterrassen sind wiederum mit einer Holzfassade ausgestattet.
Die Erdgeschoßzone ist größtenteils transparent und bietet
Ein- und Ausblicke. Die Wände der dahinterliegenden Nebenräume zieren entweder Graffitis oder sind halbtransparent ausgeführt (Fahrradräume) und beleben so das Straßenbild.

 

Die große Qualität dieses Wohnhauses besteht einerseits im großen Angebot an Gemeinschaftsflächen innen und außen, die miteinander verschmelzen und sich bis zum Dachgarten mit angrenzenden Indoor Sportbereich erstrecken. Nahezu alle Wohnungen sind zum Garten orientiert, bieten Aussichten ins Grüne und Eltern haben ihre Kinder in Seh- und Rufweite.
Lastenfahrräder zum Ausborgen, Paketstation im Eingangsbereich, Elektroladestationen in der Garage, Urban Gardening, Wintergärten, Indoorspielbereich, Kletterwand, Sportbereich an gemeinschaftlicher Dachterrasse und nicht zuletzt der vielfältig gestaltete Garten werden das Alltagsleben der zukünftigen Bewohner bereichern.

 

SMART - Wohnbauprogramm

 

Ein Drittel der Mietwohnungen sind als SMART-Wohnungen konzipiert. Kompakte Grundrisse in unterschiedlichen Größen sind in allen Geschoßen und Stiegenhäusern verteilt (soziale Durchmischung) und begegnen den vielfältigen Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner.

Es werden SMART Wohnungen von den Typen B, C u. D angeboten (50% B u. 50% C+D).

Sämtliche Wohnungen haben private Freiflächen und bereitgestellte Pflanzmöglichkeiten.
Das große Angebot an Zonen im Freien unterschiedlichster Qualitäten und die zahlreichen Gemeinschaftsflächen im Gebäude bieten eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten außerhalb der eigenen 4 Wände.