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AMTSGEBÄUDE, MUSIKSCHULE UND ORTSPLATZ // HÖRSCHING

Ort // Marktgemeinde Hörsching, OÖ

Auslober // Marktgemeinde Hörsching
Programm // Amtsgebäude, Musikschule und Ortsplatzgestaltung Hörsching

Nutzfläche // 1.681 m²

Beitrag // Geladener Architekturwettbewerb

 

STÄDTEBAU


Das neue Amtsgebäude fügt sich in die örtliche Bebauungsstruktur ein. Es entsteht ein Nord- Süd
gerichteter Baukörper, der zu beiden Nachbargebäuden genügend Abstand einhält.
Im Norden ist das Erdgeschoss durch die Hanglage unterirdisch gelegen. Hier ist die neue Tiefgarage
geplant, die mitels einer ampe von der im Norden gelegenen Hörschinger Straße erschlossen wird.
Die Erschließung des Amtshauses erfolgt im Erdgeschoss, im Süden über den neu geplanten Ortsplatz.
Die Musikschule wird auf der Nördlichen Tiefgarage errichtet, und hat so einen fußläufgen Zugang im
Norden von der Hörschinger Straße. Hier, auf der Decke der Tiefgarage gibt es auch die Möglichkeit eines
Übungsbereiches im freien für den Musikverein.
Der barrierefreie Zugang zur Bücherei und zum öfentlichen WC ist im Westen des Gebäudes an der
Bäckergasse.


ARCHITEKTUR


Der Entwurf verfolgt einen zwei bis 3 geschossigen langgestreckten Bauteil der sich elegant in die Struktur
einfügt und auf der Südseite das Amtsgebäude und auf der Nordseite die Musikschule beherbergt. Das
Gebäude erstreckt sich über das gesamte Grundstück und bietet 3 Eingänge, einen Zugang in die
Musikschule über die Nordseite, einen Zugang ins Amtsgebäude über den neu geplanten Ortsplatz. Einen
gemeinsamen Zugang in beide Bereiche bietet eine gläsernes lichtdurchfutetes Treppenhaus welcher die
drei Funktonen Amtshaus, Tiefgarage und Musikschule verbindet.
Der südliche Zugang wird über zwei Treppen erschlossen, die bei möglichem Hochwasser für Sicherung
sorgen. Durch raumhohe Verglasungen auf der Südseite wird für einen transparenten Einblick ins Gebäude
gesorgt.
Jedem Geschoss wird eine Abteilung zugeordnet und durch einen Lichthof wird in jeder Ebene für
Belichtung gesorgt. Hierdurch wird auch eine Geschoßübergreifende Verbindung innerhalb des
Amtsgebäudes und sogar der Bibliothek geschafen. In der Musikschule wird die Belichtung mit einem
Atrium gewährleistet.
Durch die übersichtliche Anordnung der äume und Blickbeziehungen um die Galerie im Amtsgebäude und
das Atrium in der Musikschule werden vertkale Bewegungsanreize erzeugt, und durch die transparenten
äumlichkeiten wie die Bibliothek oder Besprechungszimmer werden interessante horizontale
Blickbeziehungen geschafen.
Durch die Anordnung der Büroräume sowie Unterrichtsräume der Musikschule nach Außen und die
dazwischen liegenden Bewegungszonen wird automatsch eine lärmtechnische Entkoppelung erreicht.
Der Veranstaltungs- bzw. Sitzungssaal bildet den Höhepunkt des Gebäudes und durch die großzügige
Verglasung kann der Ortsplatz gut überblickt werden. Bei Bedarf kann auch das Dach der Musikschule für
diverse Veranstaltungen genutzt werden. Durch die unterschiedliche aumhöhe hebt sich der Sitzungssaal
hervor und bietet einen abgestufen Baukörper.
Die äumlichkeiten des Bürgermeisters und des Amtsleiters sind direkt unter dem Sitzungssaal mit Blick auf
den Ortsplatz angeordnet.


ORTSPLATZ


Der neu zu gestaltende Ortsplatz wird im Süden von der Kirche, im Osten von der Schmiedegasse, im
Westen von der Hörschinger Straße, und im Norden vom neuen Amtsgebäude begrenzt. So entsteht ein
wohlproportonierter Ortsplatz für die Gemeinde Hörsching. Der große Veranstaltungsbereich entsteht
direkt vorm neuen Amtsgebäude und im Norde der Kirche, die soll in Zukunf das Herz der Ortschaf bilden.
Die Beiden kleineren Gebäude zwischen Amtshaus und Kirche könnten in späterer Folge abgebrochen
werden, um einen Größeren ortsplatz zu schafen, und den Blick auf die Kirche frei zu machen.
Der Ortsplatz wird durch eine einheitliche, helle Betonsteinpfasterung gekennzeichnet, dies ist auch
gleichzeitg die Begrenzung für die zukünfige Begegnungszone.
Der Höhenunterschied im Süden des Ortsplatzes in ichtung Kirche wird durch eine Sitzstufenanlage
überbrückt, die als Freizeitangebot für Jugendliche, konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeit, oder für
Auführungen und Veranstaltungen dienen kann.
Der Freiraum wird mit behutsamen Interventonen wie Straßenbeleuchtung oder temporäre
Sonnenschirme gestaltet.
WIRTSCHAFTLICHKEIT UND MATERIALIEN
Die Baukörper sind so kompakt wie möglich konzipiert und verfügen über wenig Außenfäche. Durch die
geringen Spannweiten sind die Gebäude besonders kostenschonend zu errichten. Auf den Dächern besteht
die Möglichkeit der Installaton von Solarzellen, um auch die Folgekosten zu minimieren.
Der Neubau wird in Massivbauweise errichtet. Sommerlicher Überhitzung wird durch den Einsatz von
Speichermasse vorgebeugt. Eine nachhaltge Energieefzienz wird durch entsprechende Dämmstärken
speziell am Dach erzielt. Durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen massiven Wänden und Glasfächen
wird eine optmale Energiebilanz erreicht.


WOHNBEBAUUNG


Der Fokus bei der zu gestaltenden Wohnbebauung liegt auf der Ausnutzung der bestehenden Hanglage. Der
Großteil des Grundstückes wird unterkellert und als Tiefgarage genutzt. An der Nord- und Ostseite sind
Geschäfsräumlichkeiten und Ärzte angesiedelt. Hier wird eine Promenade als Erweiterung des Ortsplatzes
geschafen, die einen atraktven Vorbereich für diese Zone ermöglicht.
In den Obergeschoßen befnden sich dann ausschließlich Wohnnutzungen. Die Wohnungen sind alle nach
Süden oder nach Westen ausgerichtet, die Wohnungen sind zum Großteil durchgesteckt und ermöglichen
so ein angenehmes und lufiges Wohngefühl. Die Wohnungen im Erdgeschoß sind alle mit Eigengärten
versehen.
Die drei Wohngebäude sind drei und viergeschossig. Das im Stadtzentrum ist viergeschossig und bildet so
einen städtebaulichen Akzent, die anderen sind dreigeschossig. So wird eine Dichte von 0,85 erreicht. Durch
die Städtebauliche Anordnung der Gebäude wäre eine Erhöhung auf generell vier Geschoße durchaus
verträglich und eine Dichte von 1,0 wäre so zu erreichen.