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SENIORENHAUS ZENTRUM TUMMELPLATZ

Ort// Schärding

geladener Wettbewerb// teilgenommen

Programm// Pflegeheim, Tagesbetreuung, Familienzentrum, heimgebundene Wohnungen

Nutzfläche// 8559m²

 

 

STÄDTEBAU

 

Das neue Seniorenhaus wird als 2-flügeliger Baukörper großzügig in den vorhandenen Grünraum eingebettet und gliedert die Anlage klar in gut dimensionierte Freiräume. Große Teile der Funktionsbereiche werden  über zwei Geschoße im Hang situiert. Die Gebäudemasse und Gebäudehöhe wird somit reduziert, und es man erreicht eine gute Integration der Baukörper in die Landschaft. Das Areal gliedert sich in einen öffentlichen Bereich im Westen, einen kommunikativen grünen Bereich im Süden, sowie einen privaten Bereich im Norden. Im Westen, an der Tummelplatzstraße befindet sich auch der Zufahrtsbereich und die Besucherparkplätze. Die  Personalparkplätze sind an der Ostseite angedacht, die Anlieferung erfolgt ebenfalls im Osten über die Franz Xaver Brunner Straße. Das Gebäude für heimgebundenes Wohnen befindet sich im südwestlichen Teil des Grundstückes, es flankiert den großzügigen Vorbereich und schirmt den Grünbereich im Süden gegen die Straße ab.

 

GRÜNRAUM

 

Der Grünraum wird durch die Gebäude in vier Bereiche unterteilt, die verschiedene Grade der Öffentlichkeit bieten. Im Westen befindet sich zentral der Großzügige Zugangsbereich, der auch zum Verweilen einlädt. Dieser wird von 2 Gemeinschaftsgärten umgeben, die einerseits vor der Tagesbetreuung und andererseits vor dem Cafe, bzw. Eingangsbereich liegt. Der Demenzgarten um Südosten, umgeben von vielen Bäumen, dieser ist von den anderen Abtrennbar und an einer Strategisch ruhigen Stelle des Grundstückes platziert. Der Garten für das Familienzentrum liegt im Norden und liegt durch Terrassierung etwas tiefer als die anderen Gärten. Auch dieser ist umgeben von vielen Bäumen und liegt angrenzend zu den Freibereichen für Fitnessraum und Therapieraum.

Innerhalb der Gärten sing Rundwege mit Bänken angelegt, diese geben den aktiveren BewohnerInnen eine Möglichkeit zum Spazieren und Verweilen. So entsteht eine kommunikativ offen gestaltete Landschaft, die mit Leben erfüllt wird und einen angenehmen Platz für die BewohnerInnen und deren BesucherInnen bietet.

 

FAMILIENZENTRUM

 

Das Familienzentrum befindet sich im 1. Untergeschoß mit direktem Ausgang in einen eigenen Freibereich mit Spielplatz und Garten.

 

PFLEGEGESCHOSSE

 

Durch einen zentralen Erschließungskern gelangt man in die drei Pflegegeschoße, welche jeweils über zwei Wohngruppen für je 14 BewohnerInnen verfügen. Die Anordnung der Pflegestützpunkte um den Kernbereich bietet dem Personal möglichst kurze Wege und eine übersichtliche Arbeitszone für einen reibungslosen Ablauf.

Ein für das Personal gut einsehbarer, heller Wohn- und Essbereich mit Küchenzeile für jede Wohngruppe ist ebenfalls nahe am Pflegestützpunkt angeordnet und schafft einen Ausgleich zwischen Rückzugs- und Kommunikationsfläche. Jede Gruppe erhält ihren privaten Raum ohne die Kommunikation zur angrenzenden Wohngruppe zu behindern. Diesen Aufenthaltsbereichen ist jeweils eine großzügige Loggia zugeordnet, die ein Optimum an Platzangebot und Verschattung bietet.

 

Die Funktionsräume der Wohngruppen sind zentral zwischen den jeweiligen BewohnerInnen angeordnet. Das ermöglicht einen optimalen Arbeitsablauf. Zusätzlich wird dadurch ein "Rundgang" für die BewohnerInnen möglich. Im Zentrum der Wohngruppe befindet sich jeweils ein großer Luftraum, der durch Dachverglasungen belichtet wird. Diese bepflanzten Lichthöfe erstrecken sich über alle drei Pflegegeschoße, dadurch wird geschoßübergreifende Kommunikation möglich. Großzügige Öffnungen am Ende jedes Ganges und in den Gemeinschaftszonen sorgen zudem für eine lichtdurchflutete und abwechslungsreiche Wohnwelt.

 

Jedes Zimmer verfügt über ein kleines Bad mit Schiebetür, einen offenen Vorraum mit Stauraum und Platz für eine individuelle Gestaltung.  Die Einrichtung wird neutral gehalten, um sich der/dem jeweiligen BewohnerIn anpassen zu können. So können auch eigene Möbel im Zimmer aufgestellt werden, ohne überladen zu wirken. Um auch für Paare eine möglichst hohe Alltagsnormalität zu gewährleisten, lassen sich die Zimmer über einen kleinen Wanddurchbruch in eine doppelte Wohneinheit verwandeln.

 

HEIMGEBUNDENES WOHNEN

 

Das Gebäude für heimgebundenes Wohnen wird an der Tummelplatzstraße errichtet, es hat einen gemeinsamen Großzügigen Vorplatz mit dem Pflegeheim. Das Wohngebäude tritt als Raumbildender Abschluss im Südwesten in Erscheinung. Es ist ein Fünf-Spänner mit teilweiser Laubengangerschließung.

Die Wohnräume sind alle nach Süden orientiert, dem Pflegeheim abgewandt. An der Nordseite ist der Erschließungsbereich, der auch als Funktionsfläche (Lager) fungiert. Hier wird eine Aneignungszone als Puffer zum Vorbereich des Pflegeheimes geschaffen. Die Balkone im Süden werden als Holzkonstruktion vorgesetzt und mittels Rankhilfen dauerhaft bepflanzt, um einen natürlichen Sonnenschutz zu gewährleisten.

 

WIRTSCHAFTLICHKEIT

 

Eine Minimierung der Heizkosten und eine gute bauphysikalische Ausgangslage werden sowohl durch die Kompaktheit des Baukörpers sowie das teilweise Eingraben des Gebäudes in die Erde erreicht. Eine Schließung der Lichthöfe im Dachbereich sorgt für weniger Außenfläche bei dennoch guter Belichtung und spart Energie. Das Gebäude ist in Massivbauweise mit Ziegelwänden und Stahlbetondecken geplant. Geringe Spannweiten und eine kompakte Bauweise gewährleisten die Wirtschaftlichkeit des Objektes in Errichtung und Betrieb.