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Schütz Museum in Engelhartszell OÖ



Ort// Engelhartszell Oberösterreich

Wettbewerb// 1.Platz

Programm// Museum

Nutzfläche Neubau// 1260 m²

STÄDTEBAU

Das neue Privatmuseum nimmt die umgebende Bebauungsstruktur auf und wird als Solitär geplant. Es soll eine Landmark-Funktion erfüllen, und von weithin sichtbar sein. Das neue Privatmuseum wird in seiner Höhenentwicklung dreigeschossig ausgeführt, und ist so auch gut von der Donau aus sichtbar. Der Baukörper soll völlig frei stehen, und von keinerlei Umzäunungen oder Mauern umgeben sein.

ARCHITEKTUR

Museen dienen immer schon als eine Art Kunst- Speicher. Ein Ort an dem die kulturgeschichtlichen Errungenschaften für die Menschen zugänglich gemacht werden. Dieser Ort dient aber auch dazu, diese Kunstwerke für nachfolgende Generationen aufzubewahren, zu „speichern“.Diese Idee soll die Grundidee für das Schütz Museum sein. Um einen offenen Kern herum werden die verschiedenen Speichereinheiten wie Ausstellungsflächen, oder andere Nutzungen an den Kern angedockt. Der Kern besteht aus einem offenen Stiegenhaus, das alle Funktionen und Ebenen miteinander verbindet. Aber er verbindet auch in technischer Hinsicht die Wärmepumpe im Boden mit den Solarkollektoren am Dach.

ERDESCHOSS

Das Niveau des Erdgeschosses ist um 80cm gegenüber dem Niveau der Bundesstrasse angehoben. Von der Grundstücksgrenze zum Museum steigt das befestigte Gelände leicht an. Der Haupteingang liegt an der Südostseite des Gebäudes mittig in der Fassade. Von einem überdachten Vorplatz aus betritt man das Foyer. Von dort aus ist rechter Hand das Cafe und linker Hand der Museumsshop. Das Cafe verfügt über ein eigenes Herren und Damen WC und hat eine Glaswand zum Atelier des Artist In Residence. Die Cafehausterrasse hat freien Blick auf die Donau. Der Ticketschalter zur linken ist gleichzeitig die Kassa des Museumsshops. Geht man nun geradeaus durch den offenen Stiegenkern, erreicht man die große Sonderausstellungshalle. Diese ist 5 Meter hoch und stützenfrei. Dieser Raum hat nur ein großzügiges Fenster in Richtung Donau ansonsten sind die Wände geschlossen. Indirektes Licht wird durch Belichtungsöffnungen in der Decke gewährleistet. Nachdem man die Sonderausstellung durchschritten hat gelangt man über den Museumsshop wieder ins Foyer.

ZWISCHENGESCHOSS

Nach dem ersten Stiegenlauf erreicht man das Zwischengeschoß, über dem Atelier des Artists In Residence befindet sich eine Ebene für den Schlafbereich des Künstlers. Auf der gegenüberliegenden Seite über den WC Anlagen des Museums befindet sich ein privater Lounge- Bereich.

1.OBERGESCHOSS

Über die offene Treppe im Zentrum gelangt man ins 1.Obergeschoss. Gegenüber der Sonderausstellungshalle im Erdgeschoss liegt die Dauerausstellungshalle. Sie ist ebenso 5 Meter hoch und besitzt ein Großes Fenster in Richtung Donau. Ach sie verfügt über fensterfreie Wände und natürliche, indirekte Belichtung über die Decke.Von der Dauerausstellunghalle gelangt man auf eine große Freiterrasse die als Skulpturengarten dient. Hier sind die Skulpturen überdacht, vor Witterung und Diebstahl geschützt. Außerdem hat man von der Skulpturenterrasse einen wunderbaren Blick auf die Donau. Zwischen Dauerausstellungshalle und Skulpturenterrasse sind das Lager mit der Haustechnikzentrale und die Büros, alle direkt vom Lift aus erreichbar.

2.OBERGESCHOSS

Im 2. Obergeschoß ist die Loftwohnung. Sie verfügt über einen Großen Wohn- essbereich einen Schlafbereich mit begehbarem Schrank und eigenem Bad, sowie einem Gästebereich mit eigenem Bad. Die oberste Ebene verfügt über eine sehr große Dachterrasse von der aus man den Blick über die Donau schweifen lassen kann, aber auch auf die darunterliegende Skulprurenterrasse blicken.

INTERNE WEGE

Es gibt 2 Wege durch das Museum, einen inneren, öffentlichen, der sich über den Zentralen Kern bewegt, und einen privaten Weg, der durch sämtliche Räume des Museums führt, um bestimmten Personen einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

CHINA

Um der Aufgabe gerecht zu werden dem Projekt auch einen subtile China Bezug zu verleihen, haben wir uns entschieden die Grundstruktur des Gebäudes nach den Trigrammen des Feng Shui auszurichten.Das Tai Ji bildet das Zentrum des Hauses, das offene Stiegenhaus. Die Mitte ist das Gravitationszentrum, die Essenz des Hauses und erhält Energien aus allen Acht Bereichen. Sie soll Offenheit und Klarheit zeigen. Das Tai Ji verbindet Himmel und Erde, und ist immer aktiv. Der offene Kern ist somit immer beleuchtet auch wenn das Museum geschlossen ist und ist somit auch nachts als Landmark von der Donau aus zu sehen.Sämtliche Trigramme sind rund um das Zentrum angesiedelt: Westen – Dui, Nordwesten – Quian, Norden – Kan, Südwesten-Kun, Nordosten-Gen, Süden-Li, Südosten-Xun, Osten-Zhen.

FLEXIBILITÄT

Das Gebäude ist streng nach diesem Raster aufgebaut, und ist dadurch wiederum sehr flexibel. Es können Außenflächen zugebaut werden, und so zu zusätzlichen Flächen werden. Funktionen können getauscht werden.

MATERIALITÄT

Das neue Museum soll in Massivbauweise Stahlbeton errichtet werden. Ausreichende Dämmstärken sorgen für eine hohe Energieeffizienz. Ein stabiles und angenehmes Raumklima wird durch die hohe Speichermasse erreicht. Eine kostengünstige Errichtung ist durch die relativ geringen Spannweiten gewährleistet.

NACHHALTIGKEIT

Das Gebäude wird als Null- Energie Haus geplant. Es verfügt über eine Wasserwärmepumpe die durch Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben wird.

AUSSENRAUM

Die bestehenden Bäume werden soweit möglich erhalten. Es werden große Grünflächen im bereich der Bäume vorgesehen. Diese sind von Befestigten Flächen umgeben welche leicht in Richtung Museumsgebäude ansteigen.