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HOTEL SALZAMT HALLSTATT - 1.STUFE

Ort // Hallstatt, OÖ

Auslober // K.Y.A.T.T Hotel & Resorts Group GmbH

Programm // Sanierung und Umbau des denkmalgeschützten Salzamtes, Neubau eines Hotels

Größe // 8.000m²

Beitrag // Wettbewerb 1.Stufe

Status // 3. Preis beim offenen Architekturwettbewerb

Kooperation // Sonaar (Visualisierungen)


WELTKULTURERBE

 

Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut wurde 1997 in die UNESCO-Liste der Weltkulturerbestätten eingetragen. Mit seiner langen, bis in das zweite vorchristliche Jahrtausend reichenden Geschichte des Salzbergbaus im Zentrum wurde auch die daran anhängende Kulturlandschaft in ihren historischen Siedlungs-, Bau-, Landwirtschafts-Wirtschafts- und Lebensformen in ihrem außergewöhnlichen Wert erkannt.

Diese und ihre Einbettung in die spektakuläre Naturkulisse von Gebirgszügen, Hochtälern und Seenlandschaften bilden die Kriterien für die Bedeutung dieser Region als schützenswertes Erbe der Menschheit. Neben der Einzigartigkeit und der Echtheit ist es vor allem die Unversehrtheit der Region, deretwegen ihr die Stellung als Weltkulturerbe überhaupt zukommt.

Aus dem zwischen der UNESCO und der Republik Österreich geschlossenen Staatsvertrag leiten sich die Verpflichtungen zum Schutz und Erhalt dieses Welterbes ab.

 

ZUGANGSSITUATION UND WEGEFÜHRUNG

 

Das Areal wird im Norden über den neu angelegten Vorplatz an der Lahnstraße betreten. Mittels Stützmauer wird ein ausreichend groß dimensionierter Zugangsbereich geschaffen. Die Gäste betreten das Hotel über den Empfangsbereich, der sich auf Höhe der Lahnstraße befindet. Hier werden die Gäste des Hotels sowie des öffentlich zugänglichen Restaurants in Empfang genommen. Eine unterirdische Rolltreppe führt die BesucherInnen ins Erdgeschoß, auf Höhe des ehemaligen Salzamtes, wo sich die Rezeption befindet.

 

Das Restaurant und die dazugehörige Terrasse mit Seeblick befinden sich an der rechten Seite im Erdgeschoß des Altbaus, während sich zur linken Seite der Hotelneubau samt Rezeption und Wintergarten erstreckt.

 

Etwas weiter die Lahnstraße entlang gelangt man zur Einfahrt der dreigeschoßigen Tiefgarage, von der aus man mittels Lift ebenfalls den Empfangsbereich des Hotels erreichen kann. Ein paar Meter weiter die Lahnstraße entlang erreicht man den Amtshausweg, der leicht versetzt nach wie vor als Feuerwehr- und Rettungszufahrt dient.

 

NEUBAU

 

Die neue Anlage besteht aus drei unterschiedlichen Baukörpern: dem zweigeschoßigen Empfangsbereich auf Höhe der Lahnstraße; dem eingeschoßigen Mittelteil, der den Alt- und Neubau miteinander verbindet; und dem 23-stöckigen Hotelneubau, der gut abgesetzt vom Bestand in Form eines Turms behutsam in die Landschaft eingebettet wird. Die schlanke Form des Hotelgebäudes stellt im Sinne des Denkmal- und Umweltschutzes den denkbar kleinsten Eingriff dar.

 

BESTAND

 

Im Erdgeschoß des Altbaus befindet das Restaurant, welches an die neue Küche angrenzt. Sämtliche Gasträume verfügen über einen Blick zum See. Sie erstrecken sich über den nördlichen Teil des alten Salzamtes, über eine außenliegende Terrasse, und bis in den Neubau zum Wintergarten. Die Hotel-Suiten werden im ersten und zweiten Obergeschoß situiert. Der Wellnessbereich ist im Dachgeschoß untergebracht. Um dem denkmalgeschützten Bestand mit so viel Feingefühl wie möglich zu begegnen, wird hier eine innere, gläserne Hülle eingezogen. Diese ermöglicht den Gästen einen authentischen Blick auf den Altbestand, ohne stark in diesen einzugreifen.

 

FASSADE

 

Die gesamten Außenfassaden der Neuen Baukörper werden zur Gänze verglast beziehungsweise verspiegelt. Dies gibt dem Gebäude die Möglichkeit in den Hintergrund zu treten, da es seine Umgebung spiegelt, und so wiederum in mehrerer Hinsicht den kleinstmöglichen Eingriff in die bestehende Struktur bedeutet.

 

WIRTSCHAFTLICHKEIT

 

Der Baukörper ist äußerst kompakt konzipiert und verfügt über sehr wenig Außenfläche. Durch die geringen Spannweiten ist das Gebäude besonders kostenschonend zu errichten. Auf den Dächern besteht die Möglichkeit der Installation von Solarzellen, um auch die Folgekosten zu minimieren.

 

ARCHITEKTUR

 

Das neue Hotel soll als minimaler Eingriff in die Umgebung entstehen, es bietet dem Betrachter eine gespiegelte, gebrochene Perspektive der Landschaft. Die reflektierende Haut des Turmes und sein schlankes Profil lassen ihn in der Landschaft zwischen See, Tal und Himmel verschwinden. Jede Etage besteht aus nur vier Zimmern, sodass jedes Zimmer einen exklusiven Panoramablick auf den See bietet.