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BEZIRKSSENIORENHAUS HELLMONSTÖDT

Garten plus

Ort // Hellmonsödt, OÖ

Bauherr // Sozialhilfeverband Urfahr-Umgebung

Programm // Neubau Seniorenheim

Größe // 5730m²

Status // Wettbewerb mit Bewerbungsverfahren 2014

 


Das neue Seniorenhaus wird als 2-flügeliger Baukörper großzügig in den vorhandenen Grünraum eingebettet und gliedert die Anlage klar in gut dimensionierte Freiräume. Das Erdgeschoß wird zur Hälfte in das Gelände eingegraben und erreicht so eine geringere Gebäudehöhe und eine gute Integration in die Landschaft.
Das Areal gliedert sich in einen öffentlichen Bereich im Westen, einem kommunikativen grünen Bereich im Süden und Osten, sowie einem privaten Bereich im Nordosten. Die Zufahrtsstraße ist gesäumt von externen Parkplätzen für die LoipenbesucherInnen; die internen Besucherparkplätze befinden sich weiter südlich und mit direktem Weg zum Eingang. Die Personalparkplätze sind entlang der Westfassade angedacht, die Anlieferung erfolgt im Norden und verfügt über eine Wendemöglichkeit.

Die Gärten der Anlage sind in einer leichten Abtreppung angeordnet und verändern mit der Höhe auch ihren Grad der Ruhe bzw. Kommunikation. Der Demenzgarten liegt auf Höhe des ersten Obergeschoßes und ist der ruhigste Bereich der Außenanlage. Umgeben von vielen Bäumen verfügt er über einen Rundweg für die Benützenden. Er ist direkt durch den Wohnbereich der Demenzgruppe begehbar und bietet dem Pflegepersonal somit kurze Wege und gute Einsehbarkeit. Der kommunikative Garten verschmilzt mit der Terrasse im Erdgeschoß. Durch den angrenzenden Saal, der sich sowohl in Richtung Garten als auch in Richtung Foyer öffnen lässt, entsteht eine großzügige Kommunikationsfläche, die zu allen Tageszeiten viel Licht und Sonne bietet. Richtung Osten können Synergien mit den geplanten Freiraumklassen entstehen, Richtung Süden ist der Garten mit den angrenzenden Wanderwegen verknüpft. So entsteht eine kommunikativ offen gestaltete Landschaft, die mit Leben erfüllt wird und einen angenehmen Platz für die BewohnerInnen und deren BesucherInnen bietet. Ein kleiner Spazierweg führt zum offenen Garten im südlichen Bereich des Grundstückes. Er wird durch viel Grün von den Parkplätzen abgeschirmt und schafft dennoch einen fließenden Übergang zum Foyer. Ein Rundweg um den kleinen Teich und Sitzbänke bieten den aktiveren BewohnerInnen eine Möglichkeit zum Spazierengehen und Verweilen.

Der Haupteingang im Westen ist klar erkennbar, durch die Auskragung des Obergeschoßes bietet sich ein überdachter Vorbereich. Von einer kommunikativen Zugangszone betreten die BesucherInnen das helle und großzügige Foyer, das zusammengeschlossen mit dem Mehrzwecksaal durch das Erdgeschoß gesteckt ist. Bei kompletter Öffnung ist ein direkter Zugang zur Terrasse möglich.
Für sakrale Feierlichkeiten lässt sich auch die kleine Kapelle zum Saal hin öffnen und bietet somit genug Platz für alle Bewohner. Im Süden befinden sich Gymnastikraum, Friseur und Fußpflege, Physiotherapie sowie ein Gruppenraum für demenzkranke BewohnerInnen. Die Räume lassen sich bei Bedarf ebenfalls zum Garten hin öffnen und verfügen durch die Auskragung des Obergeschoßes über einen gedeckten Vorbereich.

Durch einen zentralen Erschließungskern gelangt man in die drei Pflegegeschoße, welche jeweils über zwei Wohngruppen für je 16 BewohnerInnen verfügen. Die Anordnung der Pflegestützpunkte um den Kernbereich bietet dem Personal möglichst kurze Wege und eine übersichtliche Arbeitszone für einen reibungslosen Ablauf. Ein für das Personal gut einsehbarer, heller Wohn- und Essbereich mit Küchenzeile für jede Wohngruppe ist ebenfalls nahe am Pflegestützpunkt angeordnet und schafft einen Ausgleich zwischen Rückzugs- und Kommunikationsfläche. Jede Gruppe erhält ihren privaten Raum ohne die Kommunikation zur angrenzenden Wohngruppe zu behindern. Diesen Aufenthaltsbereichen ist jeweils eine großzügige Loggia zugeordnet, die ein Optimum an Platzangebot und Verschattung bietet.
Die Funktionsräume der Wohngruppen sind zentral zwischen den jeweiligen BewohnerInnen angeordnet. Das ermöglicht einen optimalen Arbeitsablauf. Zusätzlich wird dadurch ein "Rundgang" für die BewohnerInnen möglich. Im Zentrum der Wohngruppe befindet sich jeweils ein großer Luftraum, der durch Dachverglasungen belichtet wird. Diese bepflanzten Lichthöfe erstrecken sich über alle drei Pflegegeschoße, dadurch wird geschoßübergreifende Kommunikation möglich. Großzügige Öffnungen am Ende jedes Ganges und in den Gemeinschaftszonen sorgen zudem für eine lichtdurchflutete und abwechslungsreiche Wohnwelt.
Das erste Obergeschoß beherbergt die Demenzgruppe, welche einen direkten Zugang zum Demenzgarten durch ihren Wohnbereich erhält. So ist das Areal für die Pflegekräfte auch im Außenbereich überschaubar.